Unsicherheit…ein Rede zum Wochenstart

Im Prozess des Lernens meinerseits stieß ich auf eine Definition von “Unsicherheit”, welche folgendermaßen lautete:

“Unsicherheit ist der bewußt wahrgenommene Mangel an Sicherheit. …”

Simpler kann es nicht benannt werden und es trifft einen jeden doch immer wieder. Naheliegend ist hier das Warten auf Noten, die Frage, ob das Ziel erreicht werden konnte. Im Straßenverkehr die Frage, ob der Gegenüber die allgemeinen Regeln kennt und dann auch danach handelt. Oder aber am Ende einen wunderbaren Abends zu zweit, an welchem etwas gesagt werden soll. Doch vor lauter Aufregung verlassen Worte den Mund, die ganz anders klingen, als das was eigentlich gesagt werden sollte.

Ja, die Unsicherheit lauert überall. Und ja, wir nehmen bewusst den Mangel an Sicherheit wahr. Aber es sollte niemanden aus der Fassung bringe…es wird wohl jedem Menschen, in gleischer oder ähnlicher Situation so ergehen. So wünsche ich allen, ein hohes Maß an Sicherheit im Leben, als auch die Fähigkeit damit umgehen zu können. Gefolgt von den Wünschen für einen guten Start in eine, in diese neue Woche!

Genosse Ignaf

Ende gut, alles gut oder warum Geduld ihre Zeit wert ist…eine Rede zum Wochenstart

Wer möchte warten? Doch eigentlich niemand, oder? Ein Handwerker wird immer “dringend” gebraucht, es wird nach dem Bus gehetzt weil doch die Zeit fehlt und selbst beim einkaufen wird auf die Kasse spekuliert, bei welcher die wenigste Zeit in der Warteschlange zu verbringen ist.Wenn es etwas zu erreichen gilt, dann doch lieber gestern als morgen.

Wer kann sich da dann also noch so etwas wie Geduld leisten? Warten kostet Zeit. Zeit ist Geld. Geld ist knapp.  Doch so einfach wie sie scheint, ist auch diese Milchmädchenrechnung nicht. Fragen wir uns doch einmal selbst, was uns Ungeduld beschert. Was haben wir davon, wenn wir ungeduldig werden? Tut es uns gut? Ist es das Mittel zum Erfolg?

Eine Kassiererin wird vom hin und her Trampeln nicht schneller arbeiten können (geschweige denn wollen). Handwerker arbeiten Kunden für Kunden ab. Die Suche nach einer neuen Bleibe wird sich nicht beschleunigen, wenn sich darüber aufgeregt wird, dass so wenige Antworten. Und auch die größte Zuneigung zu einer Person wird kaum auf größere Gegenliebe stoßen, je toller ein geplantes Essen oder je größer der überreichte Blumenstrauß ist. Im Gegenteil, bei manchen Dingen zerstört Ungeduld dass, was vielleicht möglich wäre. Manche Dinge brauchen eben ihre Zeit. Sie brauchen ihre Zeit, sich zu entwickeln und dafür bedarf es der Geduld.

So wünsche ich allen zu erkennen, wann es angebracht ist einfach mal nur geduldig zu sein. Ich wünsche auch die Kraft, diese Geduld bewahren zu können. Und ich wünsche damit allen auch einen guten Start in eine, in diese neue Woche.

Ignaf Ignafowitch

Kraft und Mut…eine Rede zum Wochenstart

Kraft und Mut sind zwei Wörter, die Anerkennung gegenüber einer anderen Person ausdrücken, wenn wir ihr diese Zuschreibungen geben. Sie reichen dabei weiter, als sie von vornherein den Anschein erwecken. So wird Kraft nicht nur dadurch bewiesen, ein schweres Möbelstück den Hausflur in den 8. Stock eines Hauses zu tragen (weil vielleicht einmal mehr der Aufzug ausgefallen ist), sondern es kann auch meinen, Kraft zu haben eine schwere Situationen zu überstehen wie eine Prüfung die Augenscheinlich misslungen ist. Ebenso braucht es nicht nur Mut sich einer gefährlichen Situation zu stellen, wie die Überwindung zu einem Fallschirmsprung oder der Unterstützung eines Menschen der gerade überfallen wird, sondern auch etwas gegenüber jemand anderen (oder sich selbst) einzugestehen, wie zum Beispiel das Gefühl sich in den anderen Menschen verguckt zu haben. In den letzten Tagen, bin ich auf Menschen getroffen, habe Gespräche geführt und bin immer wieder auf diese beiden Wörter gestoßen. Dabei fiel mir auf, wie wichtig diese für unser aller Leben sind. Wie gut es tut, in bestimmten Situationen diese Zuschreibungen zu erhalten, weil sie uns helfen und stützen können. Und auch, dass wir diese Zuschreibungen gern weitergeben, weil wir dann – zumindest für einen Augenblick – einen anderen Menschen bewundern, ja aufblicken können. Ich wünsche allen Mut und Kraft die Situationen des (alltäglichen) Lebens bewältigen zu können in einer, dieser neuen Woche.

Ignaf Ignafowitch

Herausforderungen…eine Rede zum Wochenstart

In manchen Wochen vergehen die Tage, ohne dass diese eine große Bedeutung erlangen. Dann aber gibt es Tage, an denen uns allen Prüfungen auferlegt werden, die uns fordern und die es einfach gilt zu bestehen. Auch wenn wir gelernt haben, weil wir wussten, dass eben jener Test uns erwartet, wir frohen Mutes sein könnten bleibt doch immer diese Unsicherheit. Es ist die Angst vor dem Scheitern, die jeden Menschen lähmen kann, sei er auch noch so gut vorbereitet. Doch machen wir diese Furcht nicht größer als sie eigentlich ist! Vertrauen wir an diesen Tagen auf uns selbst, die Mühe, die Kraft, die wir investiert haben um uns der Herausforderung stellen zu können und geben wir das einfach unser bestes.

Und wenn wir scheitern sollten, dann heißt sich trotzdem zu erheben, nicht aufzugeben und es einfach wieder zu probieren. Darum wünsche ich allen, die innere Überzeugung von der Kraft jedes Examen absolvieren zu können und einen guten Start in eine, in diese neue Woche.

Genosse Ignaf Ignafowitch

Kurz und schmerzlos … eine Rede zum Wochenstart

“Fasse Dich kurz” so sagt man es mir doch immer wieder. Lange Reden mag oft niemand hören, denn die Spanne der Aufmerksamkeit ist kürzer als oft gedacht. Und kann sich nicht einiges in vielen Worten verstecken, was eigentlich niemand leidern kann? Abgesehen davon, sind diejenigen, die sich selber oft gerne reden hören, nicht unbedingt beliebt, denn sie können – so vermute ich es heute – anderen selbst nur schwer zuhören, oder etwa nicht? So sei allen schlicht gesagt, habt einen guten Start in eine, in diese neue Woche.

Genosse Ignaf Ignafowitch

Zwischen all den Phrasen – Eine Rede zum Wochenstart

„Du schaffst das schon!“ ein Satz, welchen Familie, Freunde, Kollegen und Genossen gerne zu jemandem sagen, der etwas vor sich hat, das es zu bewältigen geht. Wie auch immer dies auch Aussehen mag, mit dem Wort „Bewährungsprobe“ ist es allemal umschrieben. „Du schaffst das schon!“ soll dem Gegenüber vermittelt, dass davon ausgegangen wird, das er (oder sie) eben diese Herausforderung auch überstehen und erfolgreich absolvieren kann. Es ist doch nett, wenn Mut gemacht wird, denn Zuversicht kann ja jeder gebrauchen.

Ja, es ist nett, doch mehr auch nicht, wenn es ohne wirkliche Überzeugung dahinter gesagt wird. Dann ist es doch auch nur eine lapidare Phrase. Nicht mehr als Höflichkeit. Vom Grunde her ließe sich auch der Wetterbericht zitieren, der ebenso viel (oder wenig) Mut machen würde. Weder der Wetterbericht, noch eine höfliche Bemerkung beachten die Person, um die es geht, aber geht es nicht eigentlich darum?

 

Um jemanden zu helfen, der sich einer Bewährungsprobe stellen muss (bzw. kann), bedarf es wohl auch der Notwendigkeit zu verstehen. Warum ist es so? Wo liegt die Gefahr des Scheiterns? Dafür wiederum bedarf es Nachfragen, bedarf es dem Zuhören. Und am Ende möglicherweise die Einsicht, dass man offen zugestehen muss, nicht helfen zu können, doch das Mitgefühl für die Situation zu haben.

Wer soweit über die Höflichkeit hinausgegangen ist, geht vielleicht auch noch weiter, indem er garantieren da zu sein, egal was passiert. Jemanden zu helfen, die Hand nach einen Sturz zu reichen, ist mehr als eine höfliche Geste. Es ist echte Hilfe, die weiter bringt als hunderte von Phrasen. Lasst uns gemeinsam eine Gesellschaft mit echter Hilfe schaffen. Mit dieser Aufforderung sei Allen ein guter Start in eine, in diese neue Woche vergönnt.

Genosse Ignaf Ignafowitch

Zur Ehre der Eltern – Eine Rede zum Wochenstart

Eines der Gebote, welches sich die Pionierorganisation und mind. die christliche Religion teilen, ist die Achtung, die Ehrfurcht vor den Eltern. „Du sollst Vater und Mutter ehren“ heißt es im Buch der Bücher. Doch wie so oft gilt es hier nicht nur die Worte zu lesen, zu hören, sondern sie auch umzusetzen. Gerade da wird es für die (meisten) Kinder wohl schwierig werden, denn fragen wir uns ehrlich selbst: Tun wir das auch? Können wir unseren Eltern die Achtung geben, die so scheinbar einfach gefordert wird?

Versetzen wir uns in den Standpunkt eines Kindes, das gerade am spielen ist, wenn sich die Sonne zum Untergehen bereit macht. Es wird bald gerufen werden, sich fertig zu machen ins Bett zu gehen. Gerade wenn es am schönsten ist verlangen die Eltern, dies zu beenden. Wir Erwachsene wissen, dass der Mensch ein gesundes Maß an Schlaf und Erholung bracht, egal wie schön das ist was er gerade macht.

Versetzen wir uns in den Standpunkt eines Jugendlichen, der nach Hause kommt, genug von der Schule hat und am liebsten mit seiner neuen, nun endlich entfachten Liebe den Abend verbringen will. Irgendwo weggehen, nicht zu Hause bleiben wenn die Eltern mal wieder nerven. Sie fordern Arbeit an den Hausaufgaben, wo man doch schon den Tag über in der Schule war! Sie fordern Arbeit daheim, wo sie es doch immer besser können. Und sie fordern um eine bestimmte Zeit daheim zu sein und nichts zu trinken. Wir Erwachsene wissen, dass es nicht nur gilt genügend Schlaf zu haben, sondern auch mit Vorsicht zu genießen und das wir auch neben dem Studium oder der Arbeit noch Verantwortung übernehmen müssen.

Und blicken wir auf uns heute, wie wir darauf reagieren, wenn sich unsere Eltern melden und auch heute noch immer wissen, was wir tun sollen. Fühlen wir uns dann auch noch „wie Kinder“ behandelt, obwohl wir schon (mehr oder weniger) lange Erwachsen sind? Wie können wir die Eltern in solchen Momenten achten? Ja, auch Eltern müssen irgendwann einsehen, dass Kinder erwachsen werden und Individuen sind, die Ihren eigenen Weg gehen. Sogar gehen müssen. Aber das ist nicht einfach und wir sollten stets daran denken, dass wir als Erwachsene auch immer noch Kinder sind. Wir sind immer die Kinder unserer Eltern, die sich – bei dem Einen mehr, als bei dem Anderen – um uns kümmern, das Beste für uns wollen. Das ist für die meisten nur schwer zu verstehen und es werden viele wohl erst dann begreifen, wenn sie selbst Mutter oder Vater geworden sind. Erst wenn sie selbst ihr eigenes Kind in den Armen halten, können sie wie ihre Eltern empfinden und im folgenden das schöne Spiel beenden, fordern pünktlich zu Hause zu sein und auch immer noch Tipps geben, obwohl der Nachwuchs sein Leben schon längst im Griff hat. Erst wenn wir die Leistung der Erziehung erkennen und begreifen, können wir den Eltern unserer Republik, ja der ganzen Welt unsere Achtung entgegenbringen und sie eben für ihre Elternschaft ehren.

Zugegeben, es wird schwer das auch bei denen zu tun, die ihren Kindern weh getan haben, sei es seelisch oder auch physisch. Simpel zu fordern, auch deren Kinder sollen Ihre Eltern achten, schließlich haben diesen ihnen das Leben gegeben, wäre eine Anmaßung gegenüber diesen Menschen und verkennt, was eben diese durchgemacht haben. Ja, Eltern sind immer Eltern, aber Ehre und Verzeihen kann nicht gefordert werden, es muss aus der freien Entscheidung der Person selbst kommen. Dieser Raum muss immer gewährt werden, denn nur dadurch achtet man diesem Menschen selbst und nur dadurch kann auch er anderen Menschen Achtung erbringen. Mit diesem Überlegungen sei allen Müttern, Vätern und den Kindern ein guter Start in eine, in diese neue Woche vergönnt.

Genosse Ignaf Ignafowitch